Eine moralische Rechtfertigung des Schulwschwänzens

Veröffentlicht: 12. November 2009 in Uncategorized
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Im folgenden möchte ich Beweisen, dass es moralisch unter gewissen Bedingungen gerechtfertigt ist Unterrichtsstunden zu schwänzen.

Dabei mache ich folgende Annahmen die mir schlüssig erscheinen:

Es gibt Unterschiedliche Arten von Unterrichtsfächern (Art 1-3 von mir genannt), abhängig von der Subjektiven betrachtung:

  1. Diejenigen Fächer, welche aufgrund ihres Inhalts für einen Schüler einen Selbstzweck haben da er sich für den Inhalt interessiert, deren Inhalt hohen praktischen Bezug für den Alltag oder die Allgemeinbildung hat oder deren Inhalt für eine weiterführende Ausbildungen sinnvoll ist, sind die besten/sinnvollsten/wichtigsten Fächer. Beispiele hiefür sind für jemanden der z.B. Physik studieren will: Physik, Mathe und je nach Interesse Chemie, Informatik, Technik, alle sonstigen Naturwissenschaften.
  2. Diejenigen Fächer, deren Inhalt für die Allgemeinbildung von Bedeutung sind aber entweder keinen Selbstzweck haben oder für den Schüler keinen Bezug für die weitere Ausbildung haben sind nicht gänzlich unwichtig, aber als unwichtiger anzusehen wie Fächer der Definition aus (1). Hierzu gehören für den Beispielschüler oben z.B. Deutsch (um Sprachtraining zu haben), Fremdsprachen für die spätere Berufswahl oder jedes Fach an dem der Schüler sonst persönlich Interesse haben.
  3. Diejenigen Fächer aber die weder Allgemeinwissen im sinnvollen Rahmen schulen noch Selbstzweck für den Schüler haben sind ein unnötiger Zwang für den Schüler. Je nach Interessenlage sind beispiele hierfür Kunstunterricht, Sport in der Oberstufe der aus Spielen besteht, bei völligem Desinteresse,  Geschichte wenn sie nicht auf aktuelle oder besonders wichtige Ereignisse der Neuzeit eingeht, Erdkunde etc.

Da dies nun gesagt ist stelle ich eine These auf: Für einige Schüler ist es frustrierend Fächer der Art 3 zu haben. Diese Frustration kann sich auf Fächer der Art 2 und der Art 1 auswirken und somit den Notendurchschnitt verschlechtern oder gar dazu führen das Abschlüsse nicht erreicht werden. Da höhere Abschlüsse und weniger Frustration auf jeden Fall erwünschenswert sind schlussfolgert sich daraus, dass Fächer der Art 3 nicht wünschenswert sind.

Gehen wir also von dem Fall aus das Aufgrund der oben genannten These, das schwänzen von Art 3 – Fächern die Noten in Art 1 und 2 – Fächern verbessert und da diese aufgrund der Annahmen oben als wichtiger zu bewerten sind, ist es für mich zwingend logisch, dies in geeigneten Rahmen zu tun, sofern dadurch andere nicht in ihrer Lerntätigkeit eingeschränkt werden.

Diese Schlussfolgerung ist natürlich nur dann korrekt, wenn die Personen erwachsen genug sind und sich über die folgen bewusst sind und nicht aufgrund zu vieler Fehlstunden ihren Abschluss riskieren.

Auffällig ist das die Schlussfolgerungen sich 1:1 mit den Ideen des Grundgesetzes decken. Fächer der Art 3 unter der bereits genannten Bedingung das sie negative Effekte auf die Persönlichkeit haben verhindern aktiv die freie Entfaltung der Persönlichkeit des Schülers.

Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

Artikel 2 §1 des Grundgesetzes

Nun mir ist Bewusst, dass dies nicht gerade eine Meinung ist die auf viel anklang bei Lehrern, Eltern und dem Gesetz stößt.

Daher möchte ich im weiteren einige der wichtigsten Gegenargumente erläutern und entkräften:

  • „Auch Frustration gehört zum Leben und gerade in solchen Fällen hat ein Schüler die Chance, Frustrationstoleranz zu bilden.“

Dieses Argument ist im ersten Moment  nicht von der Hand zu weisen. Doch hierbei wird eine unausgesprochene Annahme gemacht: Das die Schule diese Chance fördert, ermöglicht oder zumindest im Falle von negativen Folgen der Art 3-Fächer für Unterstützung sorgt. Meines Wissens gibt es kein Schulkonzept, kein Beispiel und keine Instanz die dafür sorgt. Damit erweist sich das Argument als in sich zwar nicht falsch aber praktisch nicht anwendbar

  • „Schulsport wird in dem Beispiel als Art-3 eingeordnet. Hat es nicht den Selbstzweck der Körperlichen Fitness und müsste somit zumindest als Art 2 eingeordnet werden? „

Das mag durchaus schlüssig sein. Jedoch kommt dies auf die Subjektive Situation an. Verhindert Schulsport wie bei mir aufgrund der Stundenplansituation andere Freizeitaktivitäten erhöht das die Frustration. Verhinder der Schulsport aber private Sportaktivitäten disqualifiziert es sich bereits als Art 2 Fach da es offensichtlich ist das in freiwilligen Sportaktivitäten höhere Motivation liegt. Ist dies alles nicht der Fall, kann Sport natürlich als Art 2 eingeordnet werden.

  • Weiteres kann hier hinzugefügt werden (;
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