Freistundenerlebnis: Ein Hindu Mönch

Veröffentlicht: 24. November 2009 in Uncategorized
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Inzwischen  bin ich ja zu der Überzeugung gekommen das Freistunden ein schlechter Witz der in einer Lehrerkonferenz entstanden sein muss:

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Beim diesjährigen SM Kongress der Lehrer bin ich auf folgendes Konzept gestoßen:

Wenn wir den Schülern mitten im Unterricht Stunden geben, in denen Sie frei haben, aber nichts zu tun, können wir sie dort zu Tode langweilen und die Schulzeit um diese Stunden verlängern!

Das ganze Konzept kriegt den Codename – Freistunde-. Da müssen wir uns nur was überlegen, das ist zu Zynisch“

Es musste natürlich umgesetzt werden. Wenn  man nun aber nicht zu tun hat, macht man das Beste aus seiner Zeit. Also lief ich morgens durch die seelenlosen und verlassenden Straßen um etwas für meinen geplanten Freistunden Survival Guide zu recherchieren.

Dabei stieß ich auf einen Interessanten Menschen:

Einen Mönch des Krishna Bewusstseins.  Krishna Bewusstsein ist so wie ich es verstanden habe eine spirituelle/religiöse Richtung des Hinduismus, aus dem sich der Buddhismus entwickelt hat.

 

Hare Krishna Mönch

Wer nun einmal von religiösen Gruppen auf der Straße angesprochen wurde weiß, dass das Normalerweise so aussieht:

  • Man wird angebrüllt man soll sich Jesus seinem Retter unterwerfen, da man sonst in die Hölle kommt. Außer man ist Schwul, hat vorehelichen Geschlechtsverkehr, ist Jude oder Atheist. Dann hat man seinen Höllentrip natürlich schon bezahlt und die Buchung bestätigt
  • Man wird angesprochen, ob man nicht bei SekteXYZ einmal einen Gottesdienst besuchen möchte und ob man schon die frohe Botschaft von Jesus der am Kreuz gestorben ist gehört hat. Agnostiker wie ich, argumentieren dann rational…Ein Tipp: spart euch die Zeit!

Dieses Mal war es anders. Dieser Mönch war, wie er mir erzählte ein ehemaliger Physiotherapeut, der nach dem Lesen eines Buches über die Bewegung, welches ich ihm später für ein paar Euro abgekauft habe, sich für diese Glaubensrichtung angefangen hat zu interessieren und sein Leben danach gewandelt hat. Das besondere an diesem Menschen war zum einen, dass er wirklich aus sich selbst überzeugt von dem war, das er verbreitet und nicht von seinem jeweils höher gestellten zum Verkauf abkommandiert wirkte  und zum anderen,  dass er ein gebildeter Mensch war, der vor allem einen intellektuellen und philosophischen Zugang zu dem ganzen hatte.

Nach etwas Recherche bin ich auf relativ gegensätzliche Angaben über die Glaubwürdigkeit und Ziele der Organisation gekommen. Da ich selbst überzeugt davon bin, keinen Gott in meinem Leben zu brauchen muss ich mir um die Hintergründe dieser Bewegung keine Sorgen zu machen, warne jedoch davor sich in eine solche religiöse Bewegung einsaugen zu lassen. In dem Buch, von dem was ich bisher gelesen habe, zumindest spannende philosophische Ansätze zu sehen.

Für mich ist es eine Möglichkeit sich auch mal mit anderen Glaubensideen auseinanderzusetzen, denn normalerweise bekommt man nur Christentum im Alltag, Judentum wenn’s um Nazis geht und Moslems wenn irgend ein Idiot mal wieder etwas in die Luft gejagt hat mit.

Wer diesen Leuten begegnet, sollte sich mal mit ihnen zu Unterhalten. Es sind sicher faszinierende Persönlichkeiten.Das Buch heißt übrigens: „Die Schönheit des Selbst“ von einem Autor  mit Indischen Namen, den ich hier nicht mal schreiben könnte soviele komische Striche sind um die Buchstaben. Ich werde hier berichten, wie es ist wenn ich es gelesen habe.

Wenn ich mich nun Frage, warum ich das hier schreibe, dann wohl hauptsächlich, weil mich dieser Mensch auf der Straße interessiert hat.

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Kommentare
  1. acoq sagt:

    Der EXAKT selbe Mönch stand vor kurzem in Dortmund und hat mich angequatscht – mysteriös.

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