Wie man so tut, als ob man vorbereitet ist

Veröffentlicht: 28. November 2009 in Uncategorized
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Hier mal wieder ein kleines Howto:

Bei uns an der Schule war letzen Freitag Schülersprechtag. Kompetent wie unsere Schule ist, war es jedoch nicht möglich, dass ich am Schülersprechtag keine Klausur schreibe. Soweit so gut. Leider bin ich nicht gerade der Organisierteste, ausser wenn’s ums Bloggen geht, deswegen hatte ich mir zu den Zeiten der Klausur (die ich bis Donnerstag völlig vergessen hatte) ein paar Sprechtermine gesetzt.

Gut, das ist nicht weiter schlimm, ich hab sie einfach nach hinten geschoben. Schlecht ist jedoch, dass ich bis dahin ein Konzept für meine Facharbeit fertig gehabt haben sollte. Da ich jedoch am Tag zuvor, wo ich eigentlich genau dieses Konzept machen wollte, gezockt habe für die besagte Klausur gelernt habe musste ich zwischen meine Sprechtagsterminen etwas improvisieren.

Und diese Erkenntnisse möchte ich hier an meinem Beispiel zusammenfassen. Deswegen folgt hier das „Konzeptpapier in ’ner Freistunde mach, das trotzdem professionell wirkt Howto“.

Dinge die man unbedingt braucht:

  1. Eine Freistunde, besser zwei
  2. Internet
  3. Was zu schreiben
  4. Kreativität

Dinge die nützlich sind:

  1. Einen Drucker oder ein Notebook für die Präsentation
  2. Microsoft OneNote ist ziemlich genial geeignet dafür
    • Schritt 1: Thema finden.

    Diesen Schritt zu Improvisieren ist sehr sehr schwer. Wenn einem nichts einfällt, kann man da nichts machen.

    • Schritt 2: Inhaltsverzeichnisse der passenden Wikipedia Seiten lesen.

    Dieser Schritt ist das Sammeln der Daten. Es bleibt einen in der kurzen Zeit die man hat nicht die Möglichkeit, sich die Seiten wirklich anzusehen. Brauch man zum Glück auch nicht! Mit etwas kreativen Denken lässt sich das Problem ausgleichen. Bei meinem Thema, unterschiedliche Programmiersprachentypen ergibt sich dann etwa folgendes

    • Funktionales Programmieren
    1 Funktionen in Mathematik und Informatik
    2 Abgrenzung von imperativer Programmierung
    2.1 Mächtigkeit funktionaler Sprachen
    3 Theoretische Grundlagen
    4 Typsystem
    • Logisches Programmieren
    1 Erläuterungen
    2 Besonderheiten logischer Programmiersprachen
    3 Beispiel
    4 Einsatzgebiete
    • Objektorientiertes Programmieren
    1 Begriffe
    2 Klassen
    2.1 Methoden
    2.2 Attribute
    3 Polymorphie
    4 Bezeichnungen
    5 Objektorientierte Programmiersprachen
    6 Techniken
    • Schritt 3: Sinnvolle Inhaltspunkte erstellen
    Zum glück schreibt man eine Facharbeit nicht über etwas, wovon man wirklich keinerlei Ahnung hat, deswegen ist dieser Schritt meistens einfacher als er klingt. Man erstellt z.B. für den Vergleich der drei Konzepte, möglichst ähnliche „Inhaltsverzeichnisse“ die irgendwas allgemeines darüber erzählen und kopiert die wichtigsten Buzzwords (engl: Schlagworte) aus den Wikipedia Seiten. Ich habe zum Sammeln der Sachen Microsoft OneNote verwendet, aber Stift und Zettel gehen auch. Daraus ergaben sich dann diese drei Inhaltsverzeichnisse:

    • Was ist OO/Warum OO?
    • Geschichte
    • Wichtige Konzepte der OO:
    ○ Kapselung
    ○ Vererbung
    • Was ist funktionale Prog?/Warum funktionale Prog?
    • Geschichte
    • Einschränkungen/Mächtigkeit
    • Lambda Kalkül
    • Rekursion
    • Was ist Logische Prog?/ Warum Logische Prog?
    • Geschichte
    • Vorteile
    • Einsatzgebiete
    Wenn man hier noch ein paar „Sonstige Ideen“ dranhängt und das alles zusammensetzt, hat man eigentlich schon für den Notfall alles was man braucht. Jetzt soll das hier aber nicht nur ein Guide sein wie man einfache Konzeptpapiere macht, sondern es soll auch noch Professionell wirken. Daher:
    • Schritt 4: Professionell wirken
    Damit mein Guide auch noch so aussieht, als hätte ich Ahnung, habe ich meine Konzeptpapier nach folgender Idee angeordnet:
    Wenn ich diese drei Paradigmen (Fachsprache-High-Five) vergleichen soll, dann wäre es das beste wenn die Inhaltsverzeichnisse nebeneinander stehen.
    Danach habe ich ein paar Bilder eingefügt. nicht weil es sinnvoll wäre, nicht weil es ins Konzept passt, sondern nur, weil der Mensch bildlich denkt. Angenommen, man könnte dieses denkverhalten auf Lehrer übertragen, so müsste das besser rüberkommen. Bilder sind bei Google schnell gefunden, von daher ist das kein Problem.
    Zuletzt habe ich so getan, als ob meine „Sonstigen Ideen“ eine Art Fazit darstellen (tun sie nicht, aber dass merkt eh niemand). Um das grafisch herauszuarbeiten, tuen ein paar Pfeile ihren Job.
    • Schritt 5: Das Ergebnis


    Und tadaaa: Es hat geklappt, mein Konzeptpapier wirkt völlig ausgearbeitet.

     

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    Kommentare
    1. Malla sagt:

      Verrückt, vercheckt und total abgehoben…wie immer!

      Aber genial….

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