Mint 300 Berlin Trip Teil I

Veröffentlicht: 18. Dezember 2009 in Uncategorized

WARUNUNG: Hier folgt ein wirklich nicht lustiger NORMALER Reisebericht!

Ich bin momentan in Berlin auf einer Art Camp für Schüler die in Mathematik Informatik oder Naturwissenschaften (MINT) gut sind. Das ganze wird von `nem tollen Verein gefördert, sodass ich für den Trip fast nix zahlen muss. Das bedeutet: Ich bin nach Berlin geflogen auf Kosten EURER steuerzahlenden Eltern :D. Als Gegenleistung erzähl ich euch wie es war bzw. ist.

Mein Ausflieg fing nach angenehmen 3 Stunden Schlaf am Bonner Hauptbahnhof an. Bei sommerlichen Temperaturen von um die -3° C stieg ich zusammen mit einem Kumpel in den Flughafenbus. Nach kurzer Fahrt waren wir am Flughafen angekommen. Dort erwartete mich eine bizarre fast schon apokalyptische wirkende Szene: Es fing an zu schneien! Der Himmel war von der langsam aufgehenden Sonne tiefrot gefärbt und man konnte kaum 10 Meter weit sehen, da der Schneefall immer dichter wurde. Was ein Start für eine Reise!

Nach einem ziemlichen kurzen Flug (nur 1,5 Stunden) kamen wir in Berlin-Schönefeld, dem alternativ Flugzughafen von Berlin für alle Leute, die wie ich nicht nach Berlin-Tegel fliegen können, an. Tegel liegt IN Berlin, Schönefeld … ähm … Nicht. Da wir etwas zu spät ankamen, konnten wir von Schönefeld aus nicht mehr die Deutsche Bahn nehmen sondern mussten uns mit der Straßenbahn vergnügen. Nun es ist natürlich völlig augenscheinlich, dass es keine direkte Verbindung vom Flughafen zum Hauptbahnhof gibt. Braucht ja auch NIEMAND! Deswegen haben die genialen Stadtplaner eine Verbindung geschaffen, bei der man gerade einmal 2-mal umsteigen muss! Was ein Service!

Der Weg zum Hauptbahnhof war Problemfrei. Wir haben uns bei zweiten Mal Umsteigen vertan und eine Bahn verpasst, dann die einzige Bahn genommen, die wir nicht hätten nehmen sollen und daraufhin noch 2 mal umgestiegen um diesen Fehler auszugleichen. U-Bahnen in Berlin sind übrigens auch nicht gerade normal. Alle Sitzreihen sind seitlich in Fahrtrichtung ausgerichtet und man muss seine Tickets am Bahnsteig und nicht in den Bahnen abstempeln.

Das doch keine U-Bahn!

Nach diesen Strapazen kamen wir dann endlich am Bahnhof an und bewegten uns zu unserer Jugendherberge unserem Hotel. Dort angekommen wurden wir mit folgender Rede begrüßt (naja jedenfalls kam sie mir so vor):




„Willkommen im Drillcamp Meiniger. Ihr seid Jugendliche, Jugendliche und nichts als Jugendliche. Wir verdienen nicht genug Geld an euch, deswegen werden wir euch möglichst respektlos behandeln! Ihr dürft nicht Rauchen. Ihr dürft kein Alkohol im Zimmer trinken. Ihr seid Jugendliche und nehmt deswegen zu viel Deo. Das dürft ihr nur auf der Toilette! Ich werde euch nicht sagen, dass es sonst stinkt, sondern Bullshit über die Rauchmelder labern! Ihr seid verpflichtet ein dämliches Rotes Band zu tragen damit wir euch als nicht-wirklich-Gäste erkennen. Jetzt geht in euer Zimmer in das ihr völlig zufällig eingeteilt werdet und in dem ihr weder Handtücher, Kämme oder Föne erwarten dürft! WEGTRETEN!“

Gut, das wir danach recht schnell weiter zur „Auftaktveranstaltung“ mussten. Dachte ich. Im Rathaus Schöneberg wurden wir zusammen mit 300 Über-Nerds, schlecht aussehenden super schüchternen Mädchen und einigen Leuten, die die Veranstaltung nur ausnutzten um nicht zu Schule zu müssen, in einen riesigen Saal gezwängt um uns 3 verdammte Stunden langweilige Selbstbeweihräucherungen anzuhören. Das war Teil 1. Danach gab es endlich was zu essen! Wir waren alle fast verhungert und nun drängelten sich alle Leute um das Essen. Wenigstens war genug zu essen da, aber nicht genug Platz um zu essen. Herrlich. Naja egal. Jetzt kam der zweite Teil: Mehr Selbstbeweihräucherungen! Nochmal 2 Stunden. Als es dann endlich vorbei war durften wir eine Pause genießen.

In der Pause sollten wir uns mit irgendwelchen Ausstellern von Firmen unterhalten. Mein Kumpel und ich entschieden uns Prioritäten zu setzen, und Cola in einem Supermarkt in der Nähe zu hohlen. Es stellte sich heraus: Es war eine gute Entscheidung, denn wir waren genötigt danach eine 2 ½ Stündige Busfahrt mit Kulturberieselung zu erleben! Wow! Ich bin aufgrund des enormen Schlafmangels den ich hatte nach der Hälfte eingepennt und nach Berichten meiner Mitgefangenen Mitreisenden habe ich nichts verpasst. Einziges Highlight: In Berlin gibt es ein Erotik Museum, in dass ich aber leider nicht reindarf, da die Darstellung natürlicher menschlicher Handlungen in Deutschland selbstverständlich nicht für unter 18 Jährige zugänglich sein kann! L. Als wir am Hotel ankamen war es 18:15 und wir waren ENDLICH frei!

Ein Schnappschuss von mir!

Im Hotel warf ich meine Sachen kurz in mein Zimmer (wofür ich 8 Stockwerke Treppen ging da sich vor den Aufzüge riesige Schlangen bildeten) und lernte meine Mitbewohner kennen. Eine kurze Begegnung, denn danach wollten sich mein mitreisender Kumpel und ich einen Subway suchen um ein Abendessen zu bekommen. Dafür reisten wir 1,5 Stunden durch Berlin, besorgten zwischenzeitlich noch was mehr Cola für die nächsten Tage. Wir endeten aufgrund einer Empfehlung eines Einheimischen in einer abgelegenen Nebenstraße in einer kleinen Pizzeria und aßen dort eine recht gut schmeckende Pizza, da wir einfach keinen Subway finden konnten. Es ist unglaublich in Berlin gibt es geschätzt 2012*10^42 McDonalds®, BurgerKings® und PizzaHuts® aber keinen auffindbaren Subway. Auf dem Rückweg kamen wir übrigens an einem der vielen Weihnachtsmärkte hier vorbei und entdeckten dort tatsächlich einen Stand von „Dildo King Shop“ in dem auf einem Weihnachtsmarkt Dildos verkauft wurden. EPIC!

Jetzt, ist es fast 0 Uhr und ich bin als einziger noch wach in meinem Zimmer. Ich schreibe einen Blogeintrag und bemerke das 2 von 3 hier im Raum schnarchen. Ich freue mich auf eine erholsame Nacht!

Was ein erster Tag. Morgen früh habe ich meinen Kurs für den ich eigentlich nach Berlin gereist bin und etwas mehr Zeit die Stadt zu erkunden.

Teil 2 folgt vielleicht Morgen und bis dahin Grüße aus Berlin und beachtet die Weihnachtsaktion!!!

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