Gedankenfetzen

Veröffentlicht: 17. Januar 2010 in Uncategorized
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In letzter Zeit fehlt es mir etwas an Themen und Motivation zu bloggen (und Kommentare zu beantworten) aber das wird sich bald ändern versprochen! Bis dahin sammel ich hier mal ein paar Gedanken:

Man sieht heutzutage immer mehr Jugendlich oder Junge Leute mit Bier in der Hand z.B. an der Bushaltestelle stehen, kiffen soll in Berliner Bars schon zum guten Ton gehören und wenn Sylvester ein Junkie sich in der U-Bahn Station ’nen Schuss gibt (live miterlebt) scheint es schon niemand mehr beachten wollen.

Einige wenige der Erwachsenen Generation sind noch so aufmerksam fragen sich wieso das so ist und schieben es dann doch auf ihre eigene Engstirnigkeit und versuchen Toleranz zu zeigen. „Früher wäre das unmöglich gewesen. Man waren die damals Eingeschränkt. Damals konnte man ja nicht mal über Sex reden können“. Eine andere viel größere Gruppe von Erwachsenen sagt nur wie schlimm die Jugendlichen sind. „Komasaufen“ und „Killerspiel“ sind die größten Schlagwörter die  diese Gruppe absondert.

Ist unsere Generation wirklich schon so fertig mit der Realität das sich Jugendkultur durch Drogen (u.a. Alkohol) anfängt zu definieren? War das früher wirklich so anders?

Ehrlich gesagt weiß ich keine Antwort. Klar nicht alle Jugendlichen trinken. Vielleicht spielen die anderen WoW. Oder einige sind glücklich  mit der Welt die sie umgibt. Aber was mache ich mir vor ich hab keine Daten darüber.

Aber gibt es denn nun echte Alternativen dazu? Haben wir als einer von vielen Jugendlichen eine Wahl anders zu leben?

Wenn wir Abends rausgehen gibt es nicht viel was wir tun können: In eine (Coctail/Shisha)Bar gehen, in die Disko gehen sind sicher die ersten Dinge auf die man, gerade im Winter kommt. Alternativen sind tatsächlich rar. Gerne wird suggeriert, es gäbe Jugendzentren, Aktionen und andere tolle Alternativen und eigentlich sollten Jugendliche vor lauter Angeboten nicht auf den Straßen lungern wollen. Wer einmal an einem Jugendzentrum vorbeigegangen ist und sich die Leute dort angesehen hat weiß, warum so gut wie niemand da hin will. Aber gut das es die vielen Angebote für Jugendliche gibt. Klar jetzt übertreibe ich. Natürlich können Jugendliche auch Billard spielen gehen oder auch Bowlen. Wir haben ja auch immer genug Geld dafür. Folgende Rechnung:

 

Mit 3 Personen einen Abend (3 Stunden) Billard spielen, jeweils ein Getränk bestellen:

3* 6€ für das Billiard spielen und

3* 2,20€ Getränke

sind insgesamt 24,60€

Klar, jetzt könnte man zu dritt auch einen Kasten Bier „killen“ und besoffen durch die Strassen ziehen. Wahrscheinlich bleibt dann auch noch Geld übrig. Aber gut das es die vielen sonstigen Angebote für Jugendliche gibt.

Und dann die Sache mit den Lehrstellen und Studienplätzen. Immer mehr Geld machen ist das klare Ziel jedes Unternehmens. Am besten ist ein 25 Jähriger Masterstudent, Doktortitel Mindestvoraussetzung, 35 Jahre Berufserfahrung um eine Ausbildung als Webdesignerassistent zumachen. Dann schreien die Unternehmen auf einmal wegen Fachkräftemangel. Soziale Verantwortung könnte man dann in den Raum werfen und wollen, dass die Firmen mehr Universitäten sponsern. Einige Unternehmen machen das ja auch. Andere nicht!

Eines ist klar: Ich glaube es gab bessere Zeiten jung zu sein als heute. Und ich bin überzeugt davon das man sicher nicht einfach die Schuld auf die Jugendlichen oder Killerspiele schieben darf. Wenn man wirklich was verändern will dann muss sich die Gesellschaft verändern. Ein Leitspruch kann hier vielleicht helfen: „Jugendliche als Chance nicht als Unfertig betrachten“.

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Kommentare
  1. Rubeus Schmidt sagt:

    Bei dieser ganzen Killerspiel Diskussion muss ich immer denken: „Nicht schon wieder“. Das habe ich beim letzten neuen Medium doch auch schon erlebt. Es nennt sich VHS-Video.

    Gruß
    Rubeus

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