Archiv für Februar, 2010

Spätestens seit Erfurt und dem dortigen Amoklauf mit 17 Toten gibt es alle Jahre wieder folgendes Schauspiel:

Der Amoklauf. Ein Klassisches Schauspiel in 4 Akten

Akt 1: Jugendlicher mit Psychischen Störungen wird Jahrelang gemobbt und Psychisch gequält bis er bereit  ist sich selbst und andere in den Tod zu stürzen

Akt 2: Der erwähnte Jugendliche bekommt oder baut Waffen in irgendeiner Form und benutzt diese um sich selbst und möglichst viele Schüler zu ermorden.

Akt 3: Die Nachrichten erwähnen das Spektakel und alle heucheln Mitleid

Akt 4: Die Politik machen den schuldigen aus: Killerspiele!

Hierzu werde ich mich beim nächsten Amoklauf oder Killerspieldiskussion nochmal äußern.

Nun zum eigentlichen Anlass dieses Posts: Bei uns gab es eine Amoklaufdrohung. Das heißt ein 11-Klässler fand es lustig auf einen Tisch zu kritzeln: „am Donnerstag dem 25. bring ich alle um“. Wie reagiert dann die Schulleitung? Sie schließt den Raum mit dem Tisch zu und für den 25. wird die Polizei in die Schule bestellt. Was ein Glück, jetzt ist meine Schule genauso wie die Berliner Rütlischule: Unter Polizeikontrolle! Naja ich war heute Krank zu Hause und erhielt nur einen Anruf von einem Freund: „Heute war keiner da, ich bin vorm Unterricht wieder nach Hause gegangen“.

Schon beeindruckend was eine Androhung bringen kann. Fast eine ganze Stufe macht Blau. Aber so ist das mit angekündigten Amokläufen: Keiner geht hin.

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Hirnvergewaltigung durch Museumsbesuch

Veröffentlicht: 10. Februar 2010 in Uncategorized
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Achtung! Dieser schockierende Bericht kann sie nachhaltig verunsichern!

Zigaretten? Alkohol? Drogen? Das waren die Gefahren mit denen Jugendliche früher konfrontiert waren. Heute werden täglich Schüler auf grauenhafte Weise in Museen in ganz Deutschland „geistig vergewaltigt“. Grauenhafte Torturen erwarten sie dort. KeinWegRaus ermittelt Undercover:

Morgens um halb 9 am fingen die Qualen an. Nach einer losen Schülersammelaktion am Bahnsteig quetschten sich alle Geschichtskurse unserer Stufe in die ankommende Regionalbahn. Ahnungslose aussteigende Passagiere wurden gnadenlos Niedergemetzelt. Kollateralschäden unter den Passagieren: 6; unter den Schülern 2.

Nach lautstarken 4 ½ Stunden Bahnfahrt durch die trostlosen Kölner Industriegebiete waren die Schüler um mich herum bereits sichtlich demotiviert.

Angekommen am Museum wurden wir in sogenannte Führungsgruppen (wohl eher Peinigungseinheiten) bei eisigen -3° eingeteilt. Innerhalb des Museums wurden die Gruppen dann in verschiedenen Räumen thematisch gelangweilt. Die Führung begann mit einer harmlosen Vorstellung der französisch stämmigen Führerin, welche wir hier nur als PP1 (Peinigungsperson1) bezeichnen können. Hiernach wurden die Schüler unmittelbar mit der schrecklich langweiligen Thematik der Industrialisierung konfrontiert. Die im ersten Raum vorgestellten Exponate führten bei den schwächeren Schülerinnen und Schülern zu sofortigen Synaptischen Stillstand und plötzlich eintretenden Hirntod. Die geistig nicht mehr aktiven wurden zurückgelassen oder lustlos mitgeschleppt.

Gesamttote unter den Schülern bis dahin: 4.

Unser Reporter konnte uns vom Rest der Führung nur noch Bruchstückhaft rekonstruieren, da auch bei ihm nach mehreren Stunden Führung heftige geistige Verwahrlosung eintrat. Einige bemerkenswerte Details blieben im jedoch erhalten: Unter der vor der Meuterei stehenden Gruppe begann ein heftiger und gewaltsamer Streit um die spärlich vorhanden Sitzplätze. Auf schwächere, dem Hirnversagen nahe, Schüler wurde auch hierbei keine Rücksicht genommen. Es galt das Gesetz des Museums: Der Langweile resistentere überlebt! Während der 2,5 Stündigen Führung fielen den Torturen weitere 6 Schüler zum Opfer. Auch ein junger Referendar war dem Ausmaß an Beschäftigungslosigkeit nicht gewachsen. Sein Kommentar: “ Meine 12.1 wird nicht in so etwas reingehen!“.

Nachdem die überlebenden Jugendlichen sichtlich geschockt aus dem Museum herauskamen waren sie veränderte Menschen: Viele von ihnen Entschieden sich in dem Moment als sie den Ort des Schreckens verließen sich doch lieber langsam mit Zigaretten zu töten als das schnelle, qualvolle Ende durch Museumsbesuchte zu wählen.

Wir sind froh, dass unser Reporter zu den überlebenden zählt und es bleibt die Frage: Wie ist das noch zu rechtfertigen? Wo ist die Politik die sich dieser Thematik annimmt?

 

Strategischer Stundenplan Terror

Veröffentlicht: 2. Februar 2010 in Uncategorized
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Früher war alles besser…für Lehrer

Wir alle trauen unseren Lehrern eine gewisse sadistische Ader zu. Ich gehe soweit und sage: Eine sadistische Ader ist eine Berufserkrankung für einen Lehrer. Das eher gute Gehalt und eine sichere Arbeitsstelle als Beamter locken viele Leute die für diesen Beruf eigentlich nicht geeignet sind. Einem Beruf, in dem man mit großer Verantwortung mit Kindern umzugehen hat. Klar irgendwann mal macht’s „knack“ und die Lehrer haben ein Rad ab und quälen Schüler. Würde ich auch! Früher konnten sie das noch mit Rute und Prügelstrafe ausleben. Heutzutage arbeitet man mit psychologischen Mitteln.

Aber schlimmer noch als Lehrer sind die Leute, die für die Verwaltung einer Schule zuständig sind. Ich meine damit nicht die netten Sekretärinnen, die einem morgens sagen wo man nochmal Unterricht hatte oder einem zeigen wo man gerade seinen Lehrer suchen muss. Nein nicht die. Ich meine die Verwalter die z.B. die Stundenpläne machen! Ich vermute meine Schule ist da schon ein extremer Sonderfall. Wir haben hier im letzten Jahr einen Verwaltungsassistenten eingestellt, dessen Hauptaufgabe es ist sich um de Stunden- und den Vertretungsplan zu kümmern. Früher hat diese Aufgabe ein Lehrer als Überstunden nebenbei übernommen, heute haben wir dafür extra eine eigens dafür eingestellte Person! Jetzt könnte man sich ja denken, dass seitdem dieser Herr eingestellt wurde (ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal wie er heißt) sich die Stunden- und Vertretungsplan Situation verbessern müsste. Aber weit gefehlt. Es ist mir ein Rätsel, wie meine Schule es schafft Vertretungspläne frühestens am morgen des Tages an dem Stunden ausfallen und nicht erst davor aufzuhängen oder ständig neue Stundenpläne zu erstellen die vor Fehlern nur so überquellen.

Lange Zeit habe ich über diese Situation nachgedacht bis ich heute die Erleuchtung hatte: Sie wollen uns damit nur weiter quälen! Wie ich oben bereits erwähnte sind Lehrer nahezu Grundsätzlich zumindest in Ansätzen sadistisch. Ein Schulbetrieb besteht zum größten Teil aus Lehrern. Wie soll sich ein armer Verwaltungsassistent denn auch gegen diesen Schwall bösartiger Emotionen schützen? Es ist klar, dass er diese Haltung des diabolischen verinnerlichen muss um seine Arbeitstage zu überleben und es ist genauso klar, dass er dies an allen Schülern durch sinnlose Freistunden, fehlerhafte Vertretungspläne und strategischen Stundenplan Terror auslassen muss! Jetzt macht die Welt wieder für mich Sinn und mein neuer Stundenplan ist wenigstens nicht ohne Grund die Schultechnisch größte Lebzeitverschwendung die man sich vorstellen kann.