Archiv für März, 2010

Trümmergeschichten

Veröffentlicht: 25. März 2010 in Uncategorized

Oh man mein Blog legt ja schon staub an. Tut mir leid das mir so lange nichts mehr zum Posten einfiel aber mir kam eine Facharbeit dazwischen (über deren Ablauf ich gleich auch noch was schreiben werde). Nun der Titel ist Trümmergeschichten und da „der Krieg“ ja schon ein paar Tag vorbei ist und die Aufräum arbeiten abgeschlossen sind, geht es hier um modernere  Trümmelfelder: Schulen!

Die Stadt Bonn muss nach WCCB-Skandal an allen Ecken, Enden und Kanten sparen. Klar, dass da den Schulen das eh schon viel zu knappe Geld noch einmal deutlich gekürzt werden muss. Bonner Schulen sind ständigen Geldmangel ja gewohnt.  Aber woran erkennt man denn als Stadt, dass man zu viel gespart hat? Ich würde sagen, wenn die Gebäude anfangen einzustürzten.

Bonn. Da war der Schreck groß, als unmittelbar vor den Schülern der Putz von der Decke auf die Bühne krachte. Bei einer Aufführung in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums am Montagabend passierte es.

Interessanterweise stand ich eine Stunde vor diesem Ereignis genau an der Stelle auf der Bühne auf die der Brocken gestürzt ist. Die erwähnte „Aufführung“ war in Wahrheit übrigens eine Veranstaltung  bei der es ausschließlich um Selbstbeweihräucherung von Schülern, Eltern und Lehrern ging die bei super tollen phänomenalen Wettbewerbe gewonnen haben. Ich entschied mich nach meinem Vortrag zu gehen und verpasste leider den Unfall. Inzwischen ist die Aula nicht mehr zugänglich und alle Konzerte wurden verschoben oder umgelegt. Ich hoffe mal das die Stadt daraus lernt und den Etat für die dringenden Sanierungen erhöht. Aber andererseits ist noch niemand gestorben also mache ich mir da keine wirklichen Hoffnungen.

Achso und die im Link oben erwähnten Chemieschränke sind eigentlich wunderbar: Als Schüler hat man immer Zugriff auf alles was man gerade braucht, von Natrium über Ammoniumnitrat zu gratis Reagenzgläsern. Meiner Ansicht nach nichts, was man ändern sollte 😉

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Die Kernarbeitszeit

Veröffentlicht: 10. März 2010 in Uncategorized

Es ist mal wieder soweit: Mitten in der Nacht, ich komme gerade von einem Kumpel und muss noch an meiner Facharbeit arbeiten. Wir alle kennen es, wir alle hassen es! Ich nenne diese Zeit gerne meine „Kernarbeitszeit“.

Zu dieser Bezeichnung kam es, als mir irgendwann einmal bewusst wurde, dass ich zwischen 20:00 und 23:00 Uhr besonders effizient arbeiten kann. Die Kernarbeitszeit war geboren. Leider bin ich nicht gerade der Mensch, der sich gerne an seine eigenen Regeln hält und so hat sich mit der Zeit die Kernarbeitszeit angefangen zu verschieben.

Meistens läuft das so ab: Gegen 19:00 denke ich mir „Okay in einer Stunde fängt die Kernarbeitszeit an, dann kann ich mich ja noch etwas ausruhen“. Gegen 20:00 Uhr komme ich dann auf die geniale Idee noch eine Runde zu Zocken. Gegen 23 Uhr merke ich, dass es 23 Uhr ist und ich lege mich müde von 3 Stunden Zocken ins Bett.

Heute ist wieder so ein Tag. Ich habe mir vorgenommen um 23 Uhr noch kurz was zu machen, jetzt ist es 1 Uhr und morgen habe ich zum Glück erst zur 5. Unterricht weswegen ich dann meine Facharbeit weiter schreiben werde.

Kernarbeitszeit ist kein effiziente Arbeitsstrategie…

Unser Mathelehrer Herr Recht* ist ein äußerst lustiger Mensch. Ich mag ihn und wir kommen gut zurecht. Das besondere an ihm sind zwei Dinge: seine Anforderungen sind höher als so ziemlich alles was ich bisher erlebt habe und seine Sprüche. Sobald ihm etwas zu einfach erscheint wird es zu „Schisskram“ degradiert und Leute die es nicht schaffen seine Fragen zu beantworten werden zu „Luschen“, „Kubikdeppen“ und „Mützen“ degradiert. Ja Herr Recht ist ein besonderer Mensch und seine Klausuren sind Artefakte aus dem dritten Kreis der Schülerhölle. Aber ich mag ihn trotzdem.

Morgen schreibe ich bei diesem Menschen nun eine Klausur und ich muss dafür eigentlich noch dringend lernen um bei dem „Schisskram“ morgen nicht als „Lusche“ dazustehen. Heute hatte ich Sport und habe alle meine Sache in mein Schließfach in der Schule getan. Nach dem Sport Unterricht bin ich erschöpft direkt nach Hause gefahren. Direkt nach Hause bedeutet leider ohne nochmal meinem Schließfach einen Besuch abzustatten. Das Schließfach mit dem Mathebuch.

Jetzt mag man denken: Ich bin ziemlich am Arsch aber dank eines guten Freundes habe ich eine kreative Lösung gefunden:

Er macht Fotos von den Buchseiten und schickt sie mir per Email. Für alle, denen das auch mal passiert ist oder passieren wird: Die beste Lösung ist ein Scanner nur den haben wir nicht. Also wünscht mir Glück für morgen!

*Name von „der Redaktion“ geändert 🙂