Archiv für April, 2010

Koffein Kicks für schlaflose Schüler

Veröffentlicht: 26. April 2010 in Uncategorized


Sonntagabend. Die Party ist vorbei und auf dem Weg nach Hause fällt einem ein: „Scheiße, Morgen hab ich in der ersten Mathe und die Hausaufgaben noch nicht gemacht“. Viele greifen jetzt zu einer ordentlichen Tasse Kaffee oder Tee und machen, wenn es sein muss, die halbe Nacht durch. Andere kommen ohne Koffein aus. Und zu guter Letzt gibt es die Gruppe der Menschen die auf künstliche Energie Lieferanten aka Energy Drinks zurückgreifen. An diese Gruppe richtet sich dieser Post. Ich habe mich mutig durch das weite Sortiment probiert und will meine Erkenntnisse nun mit euch teilen. Eine interessante Beobachtung vorweg: früher hatten die Energy Drinks durchschnittlich einen Koffeingehalt von durchschnittlich 24 mg/100 ml. Heute ist der Durchschnitt bei 32 mg/100 ml angelangt, was das gesetzlich erlaubte Maximum ist (laut Wikipedia zumindest).

Erst mal ein paar Hintergrundinfos zum Einordnen:

  • Laut meiner Quellen hat eine Tasse normaler Kaffee oder Tee etwa 50-100 mg Koffein. Im Folgenden gehe ich mal von 80 mg als Vergleichswert aus.
  • In den meisten Energy Drinks ist das, als leistungssteigernd beworbenes, Molekül „Taurin“ vorhanden. Dieses Zeug hat rein gar keinen Effekt auch wenn das die Hersteller gerne behaupten. Es ist natürlich in der Galle vorhanden und mach dort nichts Besonderes. Es soll den Stoffwechsel anregen aber in allen berichten ist diese Wirkung so minimal das es nicht weiter von Belang ist!
  • Alkohol und Koffein verstärken sich untereinander sehr stark. Auf vielen Energy Drinks steht daher auch der Warnhinweis: „Nicht mit Alkohol mischen!“. Das Vodka-Red Bull aber quasi überall erhältlich ist bleibt dabei ungeachtet.

Beginnen möchte ich mit dem „Klassiker“: Red Bull.


durchschnittliche Verkaufsgröße: Dose á 250 ml
Koffein: 32 mg/100 ml
80 mg/Dose
Zucker: 11 g / ml
27 g/Dose

Red Bull ist einer der teuersten und bekanntesten Drinks auf dem Markt. Vom Koffein und Zuckerwert ist es der absolute Durchschnittswert. Eine Dose Red Bull enthält etwa so viel Zucker wie 9 Zuckerwürfel und so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee oder Tee. Früher schmeckte Red Bull meiner Ansicht nach relativ gut. Damals hatte es noch 24 mg /100 ml Koffein und war nicht ganz so penetrant gesüßt wie heute. Heutzutage hat Red Bull die üblichen 32 mg und schmeckt extrem nach Süßstoff und Traubenzucker. Es ist zwar aufgrund seiner Verbreitung überall verfügbar aber wegen dem mittelmäßigen Geschmack und dem hohen Preis von etwa 2€ pro Dose ist es nicht gerade mein Lieblingsdrink.

Wer Red Bull mag, den Preis aber nicht, der kann auf X Treme von Kaiser’s (oder Tengelmann für Leute von außerhalb) zurückgreifen. Dieses Produkt schmeckt 99,99% wie Red Bull, hat auf quasi dieselben Inhalte (Abweichungen im Mikrogramm bereich) und kostet nur die Hälfte.


Als nächstes auf der Liste ist „effect“.


durchschnittliche Verkaufsgröße: Miniflasche á 330 ml
Koffein: 32 mg/100 ml
105 mg/Flasche
Zucker: 11 g / ml
36 g/Flasche

effect bezeichnet sich selbst als „High Quality Energy Drink“. Warum? Ich weiß es nicht. Das Besondere an diesem Drink sind die zugesetzten Vitamine mit denen man dem Verkäufer vorgaukelt, dass das Zeug in irgendeiner Weise gesund sein soll. Ein Getränk mit einem Zuckergehalt von 12 Zuckerwürfeln ist das aber in keinster Weise. Vom Koffeingehalt her ist eine Flasche etwas weniger als 1,5 Tassen Kaffee. effect ist relativ weit verbreitet und eine Flasche bekommt man an der Tankstelle für etwa 1,50€ – 1,75€. Der Geschmack ist nicht überdurchschnittlich gut aber schon besser als Marktführer Red Bull. Wenn keine bessere Alternative da ist, ist effect der Drink meiner Wahl!

Jetzt kommt erstmal ein Negativbeispiel: Schwarze Dose 28

 


durchschnittliche Verkaufsgröße: Dose á 250 ml
Koffein: 32 mg/100 ml
80 mg/Dose
Zucker: 14,4 g / ml
36 g/Dose

Schwarze Dose 28. 28? 28! Warum? Keine Ahnung bis auf den Namen gibt es keine weitere Referenz auf 28. Dieses Zeug ist eine echt besondere Geschmacksvergewaltigung: Es ist rosa und man kann es vom Geschmack am ehesten als eine Mischung aus schwarzer Johannisbeersaft, Cola und Klostein beschreiben. Wer auf so was steht soll es trinken ich musste es runterwürgen und verzweifelt versuchen im Magen zu behalten (was man für einen Blog nicht alles tut). Das Zeug kostet etwa 1,80€ bei Kaufhof und ist als Geschenk für gehasste Lehrer, Geschwister und Allesfresser bestens geeignet. Wirklich besonders ist. das es noch mehr Zucker hat als vergleichbare Drinks und man pro Dose etwa so viel Zucker wie 12 Zuckerwürfel zu sich nimmt.

Alle Energy Drinks bisher waren recht teuer. Natürlich möchte ich auch die Preiswerte schicht abdecken. Hier gibt es ein oder besser zwei Produkte die eigentlich exakt dieselben sind: Bullit und Magic Man.


durchschnittliche Verkaufsgröße: Flasche á 500 ml
Koffein: 32 mg/100 ml
160 mg/Flasche
Zucker: 11,1 g / ml
55,5 g/Flasche

Ich habe keine Ahnung warum das Zeug als verschiedene Produkte verkauft wird aber Bullit und Magic Man ist dasselbe. Exakt dasselbe. Das Zeug kostet 1€ pro Liter und ist allein deswegen schon was Besonderes. Wenn man nicht gerade eine ganze Flasche davon trinkt sind die Zuckerwerte vergleichsweise noch im Rahmen und der Geschmack ist, sagen wir… naja für den Preis schmeckt’s eigentlich schon ganz gut. Komisch an dem Zeug ist nur, dass man, wenn man es denn konsumiert, hinterher eine Mundtrockenheit hat die an die Wattebäuschen beim Zahnarzt erinnert. Komisches Zeug aber der Preis rechtfertigt quasi alles!

Jetzt mal zu einer Alternative: fritz-kola. Colas sind eigentlich keine Energy Drinks aber für fritz-kola mache ich hier mal eine Ausnahme.


durchschnittliche Verkaufsgröße: Glasflasche á 330ml
Koffein: 25 mg/ 100 ml
82,5 mg/ Flasche
Zucker: Steht nicht drauf, ist wohl viel…

fritz-kola ist eher selten und schwer zu bekommen aber vom Geschmack her ist es herausragend Gut. Als Wachmacher ist es wegen dem etwas geringen Koffeingehalt vielleicht nicht das Mittel der Wahl aber man kann sich mit einer Flasche fritz-kola in der Hand immer für was Besseres halten, denn man hat immerhin doppelt so viel dafür gezahlt wie für normale Cola 😉

Und nun zu meinem persönlichen Favoriten, dem besten Energy Drink auf dem Markt: TAKE OFF!


durchschnittliche Verkaufsgröße: Dose á 330 ml
Koffein: 30 mg/100 ml
100 mg / Dose
Zucker 10,8g / 100ml
35 g /Dose

Take Off ist das Beste was der Markt an zahnzerfressenden Gesundheitsrisiken bietet. Der Geschmack ist weniger süß als alle anderen Energy Drinks und hat einen Geschmack den ein guter Freund von mir als „Treibstoffartig“ beschreibt. Take Off ist zumindest bei uns an jedem Kiosk oder Tanke erhältlich und liegt im Mittelfeld vom Preis her, bei etwa 1,50€ – 1,75€. Das wirklich geniale an diesem Drinks sind jedoch die Verpackungen der etwas selteneren Flaschen. Diese haben, wie die Dose, einen „Engine Start“ – Button. Wenn man aus einer Flasche trinkt und  diesen Button drückt, wird einem das Zeug regelrecht in den Magen gepumpt. Ein schneller Koffeinkick für schwerst Koffeinsüchtige!


A pro po schwerst-Abhängige. Es gibt noch eine alternative zu Energy Drinks die für völlig verjunkte Koffeinleichen geeignet ist: Koffeintabletten! In der Apotheke zahlt man für 20 Stück 5€ und eine davon hat bereits 200mg Koffein, also mehr als jeder Energy Drink im Test. Nachteilig sind die Nebenwirkungen von dem Zeug: Abhängigkeitserscheinungen, Magenschmerzen, Schlafstörungen und wenn man 3 Packungen auf einmal nimmt: Tod durch Überdosierung. Das Zeug regelmäßig zu nehmen hat einen Namen: Medikamentenmissbrauch! Gesund ist es sicher nicht aber für eine Nacht vor der Klausur durch zu lernen ist es meiner Ansicht nach ein Vertretbares Risiko!

Advertisements

Die Schulermittler

Veröffentlicht: 17. April 2010 in Uncategorized

RTL hat eine neue Billigserie auf den Markt geworfen: Die Schulermittler. Über BrainFuck TV im deutschen Fernsehen habe ich mich ja schon lustig gemacht aber diese neue Mülleimerproduktion ist ausnahmsweise herausragend gut!

Was sind die Schulermittler? Zwei verschiedene Teams von Beamten unter Leitung eines Ultracoolen Kommissars der nur in Lederjacke auftritt (der Typ in der Mitte des Bildes) gehen an Schulen und klären dort Straftaten auf. Zumindest war das am Anfang der Serie so. Gespielt werden alle Schüler, Lehrer und Eltern von Laienschauspielern, nur die Ermittler sollen professionelle Schauspieler sein. Alle Fälle sind gestellt.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage was ich an der Serie so toll finde, dass ich darüber blogge. Es gibt ein paar Elemente an der Serie die einfach ansprechend sind:

Zum einen ist es das Umfeld in der die Schulermittler arbeiten: Die Schule! Damit kann man sich ja jeder Schüler identifizieren. Auf den simulierten Schulhöfen der Serie findet man alle (Stereo-)Typen an Schülern die man sich vorstellen kann. Asoziale „Checker“, die unnormalste „Nerds“ zusammenschlagen, weil diese mit den „Bitches“ mit denen die „Gangstas“ zusammen sind rumgevögelt haben und ähnliches. Das schöne ist, das diese Stereotypen werden von Leuten gespielt, die zwar keine Ahnung von Schauspiel haben aber sich selber für totale Checker, Bitches oder Gangstas halten und die Rollen dementsprechend realistisch rüberbringen! Es geht doch nichts über einen Typen der mit einem Polizisten in der Form

„Ey wolla isch hab das nisch gemacht ey. Das war dieser Hurensohn Mustafa oda so“

Desweiteren sind die Fälle der Ermittler so hirnrissig konstruiert, dass man von der Couch fallen könnte vor lachen. Es sei hier mal ein Beispiel gegeben: Die Schulermittler untersuchen den „Fall“ einer koreanischen Schülerin die sich nicht gut in ihrer neuen Klasse integriert obwohl sie gut Deutsch spricht. Allein schon das dies einem Lehrer aufgefallen sein soll und der auch noch was dagegen unternimmt ist so an den Haaren herbei gezogen, dass einem die Worte fehlen aber es wird noch besser! Die Schulermittler wollen die Schülerin besuchen und gehen zu dem Hochhaus in dem sie wohnt. Da sie kein Klingelschild mit dem Nachnamen der Schülerin finden kommt es zu folgendem Gespräch:

Ermittler: Hm, lass uns mal in den Keller (?!) gehen, weil wir ja niemanden hier kennen, vielleicht weiß da ja einer mehr

Ermittlerin: Das ist eine Gute Idee!

Im Keller finden sie dann die Mutter der Schülerin und decken nebenbei einen Menschenschmuggler Ring auf. Ich fasse zusammen:

Schülerin aus Korea ist nicht gut integriert –> Schulermittler gehen ohne Grund in einen Keller –> Schulermittler decken einen Menschschmuggler Ring auf.

WOW!

Meine persönlichen Lieblingsfolgen (man beachte den Plural!) sind jedoch die, in denen Eltern etwas gegen eine Beziehung zwischen Jugendlichen haben und rauskommt, dass sie Geschwister sind. Ich hab sowas vorher noch nie gehört aber die Schulermittler haben gleich zwei solche Fälle aufgedeckt!

Am allerbesten ist jedoch einer der Ermittlerinnen, „Sarah Lee“. Die Schauspielerin hat die geniale Eigenschaft völlig sinnlos zu grinsen. Egal wie unpassend es gerade erscheinen mag. Fast so schlimm wie der Arzt aus Simpsons…

Alles in allem ist es eine sehr sehenswerte aber völlig hirntote Trashserie die ich meinen paar Lesern hier sehr ans Herz legen möchte. Für alle die jetzt auch mal ein bisschen bei RTL verdummen wollen: Die Serie läuft fast täglich um 17:00 und unter http://rtl-now.rtl.de/die-schulermittler.php kann man sich um die 30 Folgen gratis ansehen!

Immer wenn ich denke: Schule in Deutschland ist schlimm muss ich nur meinen virtuellen Blick über den großen Teich werfen und ich finde Beispiele, die mir zeigen das es schlimmer geht. Hier mal ein schönes Beispiel: Sexuelle Aufklärung in den USA!

Viele wissen nicht, das die USA etwa zur hälfte von ein paar semi-geisteskranken hardcore Christen regiert wird, besser bekannt als Republikanische Partei. Diese Partei hat besonders bei der Sexuellen Aufklärung ein besonders intelligentes Konzept: Abstinenz! Den Schülern wird in den Schulen beigebracht, dass sie keinen Sex vor der Ehe haben sollen. Auf Erklärungen wie man Kondome benutzt oder wie die Pille funktioniert wird lieber verzichtet mit dem genialen Argument: „Wenn die Schüler Kondome benutzen können haben sie früher Sex!“. Von einem europäischen Standpunkt ist das einfach nur lächerlich.

Doch die Amis wären nicht da wo sie heute sind wenn sie nicht sehr Einfallsreich wären. So zum Beispiel Scott Southworth, seines Zeichens Anwalt. Scott ist Vater eines behinderten Adoptivkindes aus dem Iran und hat den Lehrern einer Schule nun in einer Memo gedroht: „Wenn ihr euren Schülern Sexualkundeunterricht gebt, buchte ich euch wegen Anstiftung eines Jugendlichen zu einer Straftat ein!“.*

Viel bleibt dazu nicht zu sagen. Lachen kann man darüber schon nicht mehr. Andererseits sind die Schwangeschafftsraten unter Teenagern in den USA extrem hoch. Vielleicht ist das alles nur ein ausgeklügelter Plan gegen Bevölkerungsschwund, wie wir ihn hier in Deutschland haben, vorzugehen und es gibt einfach nur genug Amerikaner die nicht verstehen, dass sie verarscht werden.

Quellen:

*http://blog.zeit.de/sex/2010/04/14/auch-ihr-kind-hat-sex-–-ob-sie-wollen-oder-nicht/

Und hier ein schlechter Schulwitz…

Veröffentlicht: 12. April 2010 in Uncategorized

Unsere Schule is so arm, die ist auf Weiss-Weiss-Kopien umgestiegen…

Informatik Unterricht wie er sein sollte!

Veröffentlicht: 5. April 2010 in Uncategorized

Ich meckere hier ja häufig über meine Schule…sehr häufig sogar! Da das jedoch eine sehr einseitige Betrachtung des ganzen ist, soll das hier mal ein Eintrag werden der die andere Seite zeigt.

Meine Schule ist ja in  NRW und NRW gilt nicht gerade als ein Land mit besonders guten Schulen. Wir haben einen Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt und werden vom Mint-Verein gefördert. Ich bin jetzt in der 12 im Info-LK (dem einzigen in Bonn soweit ich weiß) und wir haben Nachmittags unterricht  mit Schülern aus anderen Schulen zusammen, da diese kein Info anbieten.
Wir haben 2 Computerräume in die jeweils fast eine ganze Klasse rein kann, so dass jeder einen PC hat, welche  bestückt sind mit Windows XP PCs und sog. Active Boards in beiden räumen (und unsere Lehrer wissen damit umzugehen). Also sind wir optimal versorgt!

Achtung Technikgerede Warnung

Wir programmieren mit Java (angefangen haben wir in der 11 mit Python) und ich muss sagen so langsam gewöhne ich mit an Java (auch wenn Python immer noch schöner ist ). Der Lehrplan ist eigentlich ganz ok, wobei wir dem Zeitplan weit voraus sind, was aber auch an unserem guten Kurs und absolut genialen Informatiklehrer liegt. Wir haben den nachteil das die SchulPCs etwas langsam sind und die verwendeten IDEs für Java schlecht ABER zum ausgleich können wir mit Note/Netbooks und Remotedesktops nach Hause arbeiten, was das ganze ausgleicht.

Unser Lehrer organisiert Regelmäßig Vorträge und projekte mit Firmen z.B. haben wir einen Vortag über Geomarketing gehört und mit ensprechender Software arbeiten können und zum Highlight wurde, dass wir Iphones ausgeteilt bekamen und zusammen mit einer Universitätsgruppe ein spiel gespielt haben (mister X) in dem man sich mittels einer Iphone Karte eine Verfolgungsjagd in der Innenstadt geliefert haben und anschliessend die Server um neue Funktionen erweitert haben.

Insgesamt ist es der beste Unterricht den man sich auch nur vorstellen kann und es ist schade das nur wenige Schulen (vor allem in NRW) diese Qualität erreichen!

Das iPad kommt!

Veröffentlicht: 1. April 2010 in Uncategorized