Betrug, Bestechung und geheime Absprachen

Veröffentlicht: 25. Juni 2010 in Uncategorized

Unsere Lokalzeitung, der General-Anzeiger, hat einen Artikel veröffentlicht der mir zu denken gibt. Eine Lehrerin wird gefeuert, weil eine „Mutter mit maßgeblichen Einfluss auf das Schulleben“ etwas gegen sie hat und sich kleinere Beschwerden häufen. Sie soll einen Film ab 16  unter 16-Jährige gezeigt haben zum Beispiel*.  An sich schon schlimm aber dann wird es kritisch: Die Lehrerin bekommt vor Gericht das Angebot der Schule auf 40.000€ Abfindung sofortige Freistellung und die Gründe werden unter den Tisch gekehrt.

Das ganze bedeutet auf den Punkt gebracht folgendes: Reiche Eltern haben Einfluss auf Privatschulen, also nichts neues. Ich kenne das Phänomen auch gerüchteweise aus meiner öffentlichen Schule: Ein Schüler, reiche Eltern und schlechte Noten, steht auf der Kippe zur Nichtversetzung. Dann soll eine Spende im 5-Stelligen Bereich geflossen sein und wie durch ein Wunder verschwinden die Defizite Stück für Stück vom Zeugnis und unsere Schule kann sich neue ActiveBoards leisten. Ich habe mal aus Interesse einen Lehrer auf dieses komische Phänomen angesprochen aber wurde nur belächelt. Naja Hauptsache ActiveBoards.

Nun aber zurück zum Bericht: Was will die Schule vertuschen? Das Angebot ist komisch, es kommt zu plötzlich und direkt zu hoch. Und zum Überfluss gibt es für jeden Monat den die Leherin früher geht 4 500 € zusätzlich. Hätte die Schule auch nur einen Ansatzweise sinnvollen Grund sie zu feuern wäre dieser veröffentlicht worden aber das passierte nicht. Meine Theorie: Die Lehrerin hat dem Kind der „einflussreichen Mutter“, begründet oder nicht, schlechte Noten gegeben. Das hat die Mutter, welche wahrscheinlich genug spendet das die 40 000 € Peanuts sind, aufgeregt und sie hat alle Fäden gezogen die sie ziehen konnte.

Ich bezweifle, dass das je ganz aufgeklärt und beneide das Glück der Privatschulen Lehrer los werden zu können. Das mag in diesem Fall vielleicht Unrecht gewesen sein aber wenn ein Verbeamteter Lehrer an einer öffentlichen Schule Fehler bis zum geht nicht mehr macht passiert mit Ihm oder Ihr folgendes: NICHTS. Aber dazu schreibe ich wann anders mehr.

*Was schon lächerlich ist da es meines Wissens nach, mit Einverständnis der Eltern, nicht verboten ist und solange sie keinen Softporno in einer 5. Klasse vorgeführt sollte gesunder Menschenverstand diesen Vorwurf als so absurd herausstellen wie er ist.

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Kommentare
  1. frlkrise sagt:

    Hm,Hm,Hm…..wie das an Privatschulen läuft, entzieht sich meiner kenntnis. An einer öffentl. schule dürfte so ein schmu schwer möglich sein, da immer viele in alle entscheidungen eingebunden sind. Ich bin ja schon sehr lange im schuldienst (an mehreren schulen, in mehreren bundesländern) und habe so etwas noch nicht einmal im ansatz erlebt….
    In anderer beziehung gebe ich dir recht: jemanden l(beamten) loszuwerden, den man loswerden will, ist nicht ganz leicht und kann ewig dauern…..

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